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Übertagungswege bei HiV & AIDS / HiV & Schwangerschaft / Expositionsprophylaxe ( PeP)

 

 

                              Blut

 

        

 

           Sperma

 

 

           Scheidensekret

 

             

  

                                                 Muttermilch

Hoch Infektiös, vermeide Kontakt

mit offenen Wunden, Fissuren u.ä.,

benutze ein Kondom,

das rettet Leben.

 

Hochgradig Infektiös,

benutze unbedingt

ein Kondom, leichtsinnig ohne!

Infektiös, verzichte nicht auf ein 

Kondom bzw. ein sogenanntes 

Dental-Dam (Lecktuch), safer sex!

Infektiös, verzichte auf`s Stillen, 

suche eine HiV Schwerpunkt 

Praxis auf. Mit einer Haart 

(Hoch aktive antivirale  

Kombinations-Therapie) 

liegt das Risiko einer Übertragung 

von Mutter zu Kind unter 2%.

 

 

 

 

 

 

Infektionsrisiken
Großes
Infektionsrisiko
> Ungeschützter Analverkehr (Darmverkehr) Für den passiven Partner, egal ob Mann oder Frau, ist das Risiko besonders groß, auch ohne Samenerguss.
> Schwangerschaft einer HIV-infizierten Frau - großes Risiko für das Kind vor, während und nach der Geburt (Stillen).
 Eine umfassende medizinische Betreuung kann das Risiko für das Kind jedoch sehr stark senken.
> Ungeschützter Vaginalverkehr (Scheidenverkehr) Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Infizierten ist die Ansteckungsgefahr hoch.
> Sexualpraktiken mit Kontakt zu Blut und Körperflüssigkeiten (SM-Spiele, gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug (Toys) wie Dildos, o.ä.) 
Hier besteht vor allem durch Flüssigkeitsanhaftungen ein Infektionsrisiko. 
Daher "eigenes Spielzeug" verwenden oder reinigen bevor es von anderen Personen genutzt wird.
> Gemeinsame Nutzung von Spritzen und Nadeln (Drogengebraucher)

Mittleres
Infektionsrisiko
> Oralverkehr (Mundverkehr) Durch Aufnahme HIV-haltiger Samen- oder Scheidenflüssigkeit in den Mund ist Infektion möglich, 
auch wenn es nicht zur Ejakulation kommt (Lust-Tropfen).
Kein
Infektionsrisiko

> Körperkontakte, Hautkontakte: Kein Risiko bei Haut- und Körperkontakten wie Händeschütteln, Streicheln, Schmusen.
> Keine Übertragung durch die Luft: Auch durch Anhusten oder Niesen kann man nicht mit HIV infiziert werden.
> Friseur, Maniküre, Piercing, Tätowieren, Ohrlochstechen: Bei Einhaltung der Hygienevorschriften kein Risiko.
> Arzt, Zahnarzt, Krankenhaus: Kein Risiko durch medizinische Maßnahmen bei Beachtung der üblichen Hygienevorschriften. 
> Zungenküsse: Zwar findet sich auch im Speichel der HI-Virus, die Anzahl ist aber so gering, dass eine Ansteckungsgefahr ausgeschlossen ist.
> Familienleben, Gemeinschaftsleben: Niemand kann sich anstecken, auch wenn er mit einem Infizierten in einer Familie oder WG eng zusammen lebt.
> Schwimmbad, Sauna, Toiletten, Waschräume: HIV kann bei der gemeinsamen Nutzung nicht übertragen werden.
> Essen und Restaurant, Geschirr, Kleidung, Wäsche: Auch hier kein Risiko bei der gemeinsamen Benutzung.
> Kleidung oder Wäsche von Infizierten muss nicht gesondert gewaschen werden. 
> Bei Gabe von Blut und Blutplasma besteht trotz sehr effektiver Sicherungsverfahren ein - äußerst niedriges - Restrisiko. Deswegen wird
bei planbaren Operationen die Eigenblutspende empfohlen. Inaktivierte Blutprodukte sind bei ordnungsgemäßer Herstellung praktisch HIV- sicher.
HiV & Schwangerschaft
> vor einer Schwangerschaft mit seinem Arzt über einen Kinderwunsch beraten lassen und besondere Risiken vorher abklären.
> Bei HIV infizierten Frauen ist die Übertragungsmöglichkeit mit HIV auf das ungeborene Kind in EU und USA, bei Kaiserschnittgeburt umd antiviralen Therapie und bei Verzicht des Stillens 2% hoch.
> Schwangerschafts-Hotline Telefon: 0178/2820282 Telefon Hotline zu Problemen im Zusammenhang mit HIV-Infektionen in der Schwangerschaft: 0179/2820282
Expositionsprophylaxe ( PeP)
Eine sofortige Einleitung einer antiviralen Therapie (PEP) ist bei Nadelstichverletzungen o.ä. angezeigt. Allerdings wegen den erheblichen Nebenwirkungen
ist dies nur in Notfallsituationen anwendbar. Die Infektionsgefahr, sich eine Hepatitis zuzuziehen ist weitaus höher, weil der HeP Virus A (Schmierinfektion),
B  + C wesentlich wiederstandsfähiger ist. Auch der Syphillis Erreger, vor dem ein Kondom nicht schützt (im fortgeschrittenem Stadium),
stellt mittlerweile wieder eine sehr große Gefahr dar.
>   in Ruhe arbeiten
>   Abwurfcontainer in Reichweite halten, Handschuhe tragen
>  Mit Übersicht arbeiten
>  Scharfe u. spitze Instrumente sofort u. ausschließlich
    in dafür vorgesehene Contäiner entsorgen
>   Kein "recapping"
>   Abwurfcontäner nicht überfüllen Sind evtl. spritzende 
      Blutungen zu erwarten,  Schutzbrille u. Mundschutz tragen
Maßnahmen zur primären Expositionprophilaxe
Medikamentöse PeP Standartprophlaxe 
>  empfohlen bei perkutanter Stichverletzung mit Hohlraumnadel, Schnittverletzung unter Beteiligung potenziell hochvirämischer Materialien wie Blut, Liquor, Punktat, Viruskultur).
>  anzubieten bei oberflächlicher Verletzungen mit Nicht-Hohlraumnadeln, Kontakt zu Schleimhaut, nicht intakter Haut unter Beteiligung potenziell hochvirämischer Materialien.
>  nicht empfohlen bei Kontakt mit intakter Haut, perutanen Kontakt zu nicht (hoch-) virämischen Materialien (Urin, Speichel)
>  Beginn der PeP: sofort (möglichst innerhalb 2 Stunden, mindestens innerhalb 24-48 Stunden, spätestens innerhalb 72 Stunden).
>  Dauer 4 Wochen (ggf. länger bei späterem Beginn)
Sofortmaßnahmen bei Exposition zu infektiösen Materialien
>  Stich oder Schnittverletzungen
Blutfluß fördern (mindst.1 Minute Auspressen der Wunde, Wunde desinfizieren mit alkoholischem Antiseptikum mindst.10 Minuten)
>  Schleimhautkontakt
Auge (Ausspülen mit PVP Jodlösung bzw. physiologischer NaCI Lösung) Mundhöhle
(mehrfaches mindst. 5 maliges Ausspülen mit 80% igem unvergällten Ethanol, NaCI Lösung oder Wasser)
>  Hautkontakt bei verletzter Haut
Reinigen mit alkoholgetränktem Tupfer, Abreiben der Haut mit Hautantiseptikum       

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